Tests Holzbearbeitung

Die Oberseite der Kommode Silvretta soll neben einem gelebten Aussehen  eine farbige Oberfläche erhalten.

 

Dazu habe ich mir zuerst einmal zwei Holzbretter als Testobjekte zugeschnitten. Das obere Brett unbearbeitet, das untere hat durch die Bearbeitung mit der Drahtbürste eine strukturierte, rauhe Oberfläche.

 

Nach verschiedenen Recherchen im Internet, bin ich immer wieder auf die Methode Holz mit Essig und Kaffeesatz altern zu lassen gestossen. Einfacher ginge es natürlich mit einer gekauften Beize. Doch das Motto und der Reiz sind ja nicht einfach, sondern mach es selbst.

Helle Holzbretter mit rauher Struktur

Für die Kaffeebeize einfach Kaffeepulver, in meinem Fall waren es zwei geöffnete Kapseln Ristretto, mit wenig heissem Wasser überbrühen. Auskühlen lassen, auftragen. Nach dem Trocknen abbürsten. Für die Essigbeize wird ein Stück Stahlwolle (ohne Seife) in ein Glas gesteckt, mit Essig übergossen, verschlossen. Mindestens 24 Stunden ziehen lassen. Je länger dieses Gebräu steht, desto dunkler wird die Beize. Vor Gebrauch durch ein Küchenpapier sieben, mit einem Pinsel auftragen. Erst mal tut sich gar nichts. Nach einiger Zeit verfärbt sich das Holz grau. Der Gelbstich nach einmaligem Auftrag gefällt mir nicht ganz so gut. Wie so vieles, ist auch das Geschmacksache. Das natürlichste Ergebnis konnte ich mit einem einmaligen Auftrag von Kaffeesatz, anschliessend einmal Essigbeize sowie Antikwachs in braun erzielen. 

Inspiriert von einem alten Waschtisch, habe ich dann noch einen Versuch mit dem Unkrautvertilger unternommen. Dieses Gerät taugt auch dazu, das Holz abzuflammen. Auf einer feuerfesten Unterlage wird die Oberfläche richtig schön verbrannt. Nur nicht zimperlich, es darf beinahe brennen und rauchen.

Die abgeflammte Oberfläche sieht noch etwas verkohlt aus. Die Platte hat sich etwas gebogen. Keine Sorge, abgekühlt legt sich das wieder.

 

Anschliessend wird die Oberfläche mit einer Messingdrahtbürste kräftig bearbeitet, mit einem feuchten Tuch letzte Russpartikel abnehmen.

 

Eine weitere Behandlung wäre nicht nötig. Für Auge und Geruch könnte ich mir noch ein wenig farbloses Wachs vorstellen.

Das Ergebnis ist ein warmer Braunton der mir persönlich am besten gefällt.

 

Bei diesem Tests habe ich immer eine verleimte Fichtenholzplatte verwendet. Auf anderen Holzarten können die Ergebnisse daher etwas anders ausfallen. Für den Deckel einer Kommode, wie auch andere Objekte kann ich mir diese Methode sehr gut vorstellen. Zudem ergibt

bei einem weissen Möbel ein sehr schöner Kontrast.

Wie es mit der Bearbeitung der Kommode weitergeht, kannst Du in diesem Blogbeitrag weiter verfolgen.

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